2023
Gründungsjahr
Andrea Grodel war eine außergewöhnliche Pädagogin, die mit viel Herz, Geduld und einem unerschütterlichem Engagement ihr ganzes Leben mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet hat. Diese Kinder hatten aufgrund schwieriger Lebensumstände oder psychosozialen Herausforderungen oft nur wenige Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg und ein selbstbestimmtes Leben.
Gemeinsam mit engagierten Kollegen war sie immer auf der Suche nach neuen pädagogischen Ansätzen, die oft weit über das Curriculum hinausgingen. Ihre Arbeit wurde möglicht, weil sie von einer Schule getragen wurde, deren Management ihr den Rücken freihielt. Während Andrea sich vorwiegend auf pädagogische Aufgabe konzentrierte, sorgten andere für die organisatorischen, strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen.
Gute Bildung entsteht nicht allein im Klassenzimmer. Sie braucht ein Umfeld, das Lehrkräfte stärkt und ihnen ermöglicht, ihre Arbeit wirksam zu tun. Im Jahr 2022 verstarb Andrea Grodel viel zu früh im Alter von nur 59 Jahren. Ihr Engagement, ihre Haltung und ihr Einsatz für benachteiligte Kinder wirken jedoch weiter. Die Andrea Grodel Foundation trägt ihren Namen und ihre Überzeugung in die Zukunft.
Die Stiftung unterstützt Projekte, die Bildungs- und Lernumgebungen nachhaltig verbessern – organisatorisch, strukturell und finanziell. Das Ziel ist es, Voraussetzungen zu schaffen, unter denen junge Menschen ungeachtet ihrer Herkunft ihr Potenzial entfalten können.
Besonders in Ländern, in denen staatliche Strukturen noch nicht über die notwendigen Mittel verfügen, sind Schulen und Bildungseinrichtungen häufig auf zusätzliche Unterstützung angewiesen. Deshalb engagiert sich die Stiftung in Uganda.
Auch Elizabeth Kanitz engagiert sich mit viel Herz, Kraft und Geduld für Kinder in schwierigen Lebensumständen. Sie wurde in Uganda geboren und emigrierte als junge Frau über Kenia nach Deutschland.
Geprägt durch ihre eigene Lebensgeschichte und die Erfahrung von Armut und fehlenden Bildungschancen unterstützte sie über viele Jahre hinweg Kinder und Familien in Uganda. Was mit einzelnen Kindern begann, entwickelte sich schrittweise zu einer Initiative, die immer mehr Menschen erreichte.
Dabei lag Elizabeths Stärke stets in der unmittelbaren Hilfe für Kinder und Jugendliche. Ihre Aufmerksamkeit galt den konkreten Bedürfnissen vor Ort: Schulgebühren, Unterkunft, Versorgung, Betreuung und Bildungschancen. Organisatorische Strukturen, Dokumentation, strategische Planung oder institutionelle Entwicklung standen dagegen lange Zeit nicht im Mittelpunkt. Die Initiative wuchs aus dem Engagement einer einzelnen Person heraus und orientierte sich vor allem an den Bedürfnissen der Kinder.
Mit zunehmender Größe stieß dieses Modell trotz zwischenzeitlicher Gründung des Step Development Centre als nationale NGO in Uganda, an seine Grenzen. Die Zahl der unterstützten Kinder und Familien nahm kontinuierlich zu, die organisatorischen Anforderungen wuchsen. Mit Hilfe eines deutschen Fördervereins baute Elizabeth eine Dorfschule.
Im Gegensatz zu professionell aufgebauten Organisationen oder Bildungseinrichtungen verfügte Elizabeth weder über ein Managementteam noch über administrative Unterstützung. Die Verantwortung für Betreuung, Entscheidungen und Koordination lag weitgehend bei ihr selbst.
Benachteiligte Kinder stehen im Mittelpunkt des Lebens von Andrea Grodel und Elizabeth Kanitz. Beide sind überzeugt, dass jedes Kind eine Chance verdient. Herkunft, Armut oder schwierige Lebensumstände dürfen nicht über die Zukunft eines Kindes entscheiden.
Die Foundation entstand aus der Begegnung mit diesen beiden außergewöhnlichen Frauen. Andrea Grodel arbeitete viele Jahre in einer deutschen Schule. Elizabeth Kanitz baute in Uganda eine Initiative für benachteiligte Kinder auf. Sie haben sich nie kennengelernt.
Trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege verband sie eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit. Beide richteten ihren Blick immer auf die Kinder. Regeln, Konventionen oder äußere Umstände spielten keine Rolle, wenn konkrete Hilfe gebraucht wurde. Beide schafften es immer auch ihre Kollegen und Freunde für die damit verbundene Arbeit zu begeistern. Sie engagierten sich für Kinder und Jugendliche, nicht für "Case-Management" oder die Organisation und Struktur.
Die Foundation wurde gegründet, um genau diese Lücke zu schließen. Sie soll Menschen unterstützen, die gesellschaftliche Wirkung erzeugen, deren Arbeit jedoch durch fehlende Strukturen begrenzt wird. Ziel ist es, Engagement, Erfahrung und Menschlichkeit mit professionellem Organisationsaufbau zu verbinden.
Als die Andrea Grodel Foundation 2023 ihre Förderung aufnahm, bestand die zentralen Herausforderungen darin, die von Elizabeth Kanitz angestossenen Projekte organisatorisch zu stärken. Ziel war es, aus einem über viele Jahre gewachsenen, stark personenbezogenen Engagement belastbare Strukturen zu entwickeln, die Transparenz, Verantwortlichkeit und langfristige Handlungsfähigkeit sichern.
Gründungsjahr
Stifungskapital
Projekte
Die Andrea Grodel Foundation ist eine nicht rechtsfähige Treuhandstiftung und wird unter dem Dach der Stiftung „Stifter für Stifter“ treuhänderisch verwaltet. Die Stiftung „Stifter für Stifter“ übernimmt die rechtliche und administrative Trägerschaft und stellt die ordnungsgemäße Verwaltung des Stiftungsvermögens sowie die Einhaltung der stiftungsrechtlichen Vorgaben sicher.
Die Andrea Grodel Foundation verfolgt ihre gemeinnützigen Zwecke eigenständig im Rahmen der mit der Treuhänderin vereinbarten Stiftungsziele. Während Spenden und Patenschaftsbeiträge unmittelbar verwendet werden, dient das Stiftungskapital der langfristigen Finanzierung von Projekten. Wenn Sie über die Bildungspatenschaft oder eine zweckgebunden Spende hinaus an einer langfristig wirksamen Zustiftung interessiert sind, freuen wir uns auf Ihrer Kontaktaufnahme.